Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionMann mit Fieberthermometer
Die Virusgrippe ist hoch ansteckend und gefährlich. Die Erreger verändern sich ständig, daher macht eine überstandene Grippe nicht immun gegen die nächste.
descriptionFieberthermometer
Von einer Stunde auf die andere ist der Betroffene richtig krank und komplett arbeitsunfähig. Typisch sind trockner Reizhusten, hohes Fieber und Gliederschmerzen.
descriptionTablette und Wasserglas
Zwar gibt es spezielle Antigrippemittel – sie wirken jedoch nur zu Beginn. Sonst hilft nur: schlafen, Tee trinken und abwarten, bis die Viren besiegt sind.
descriptionRöntgenbild der Lunge
Folgekrankheiten machen die Grippe so gefährlich – Entzündungen von Lunge und Herz sind hierbei besonders gefürchtet. Rund 20.000 Deutsche sterben jedes Jahr.
descriptionSpritze und Impfstoff
Impfen und ein starkes Abwehrsystem sind der beste Schutz gegen Grippe. Immunstimulanzien und eine gesunde Lebensweise stärken die Verteidigungskraft.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

So schützen Sie sich vor der Grippe

Die Grippesaison überstehen ohne flachzuliegen: Das geht. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte sich impfen lassen. Auch gegen ein starkes Immunsystem haben die Viren kaum eine Chance. Eine gesunde Lebensweise, natürliche Immunstimulanzien, Vitamine und Mineralstoffe machen die körpereigene Abwehr fit.

Im Überblick



Grippeimpfung: ungefährlich und unkompliziert

Sich vor Virusgrippe schützen: Am besten geht das mit einer Impfung. Empfohlen wird die Grippeimpfung vor allem bestimmten Risikogruppen, beispielsweise Menschen über 60 Jahren oder immungeschwächten Personen.

Da sich das Grippevirus ständig verändert und deshalb die Impfung des Vorjahres gegen das aktuelle Virus nicht richtig wirken kann, wird jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt. Deshalb muss man sich auch jedes Jahr neu impfen lassen.

Die beste Zeit dafür ist der Herbst – Oktober oder November. Das ist rechtzeitig vor der Grippesaison, die meist zwischen Dezember und April ihren Höhepunkt findet. Doch auch wenn der Winter schon begonnen hat, kann eine Impfung noch sinnvoll sein. Es dauert allerdings etwa ein bis zwei Wochen, bis das Immunsystem den optimalen Schutz gegen das Virus entwickelt hat.

Keine Angst vor der Impfung

Viele Menschen fürchten Nebenwirkungen oder dass die Grippe bei ihnen ausbrechen könnte, wenn sie sich impfen lassen. Tatsächlich kann eine Grippeimpfung leichte Nebenwirkungen wie lokale Rötungen um die Einstichstelle, Muskelschmerzen oder leichtes Fieber nach sich ziehen. Zu einem Ausbruch der Grippe kann es aber nicht kommen, denn es  wird ein sogenannter inaktiven Impfstoff verwendet. Das heißt: Die Viren im Impfstoff sind abgetötet und können sich nicht mehr vermehren. In den meisten Fällen – vor allem bei Risikopatienten – überwiegt also der Nutzen der Impfung gegenüber dem Risiko.

Es gibt jedoch auch Kontraindikationen, also Voraussetzungen, unter denen nicht gegen Grippe geimpft werden darf. Das ist zum einen eine Allergie gegen Eiweiß. Denn in der Regel werden Hühnereier verwendet, um den Impfstoff herzustellen. Zum anderen sollten sich Menschen, die gerade unter einem Infekt leiden, nicht gegen Grippe impfen lassen, beziehungsweise die Impfung verschieben. Muss sich das Immunsystem auch noch mit dem Impfstoff beschäftigen, kann es sich nicht mehr richtig auf die Abwehr des Infekts konzentrieren und dieser kann sich verschlimmern. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt über eine Grippeimpfung.
↑ nach oben

Eine starke Abwehr schützt vor Grippe

Grippeviren werden sehr leicht – durch Tröpfcheninfektion – von Mensch zu Mensch übertragen. Das heißt, unser Körper wird immer wieder mit den Krankheitserregern konfrontiert. Umso wichtiger ist ein starkes Immunsystem, das es schafft, die Viren abzuwehren, bevor sie Grippesymptome verursachen können.

Zehren dagegen Krankheiten, Stress, eine ungesunde Ernährung, Schlafmangel oder andere Faktoren an unseren Abwehrkräften, gewinnen die Viren schnell die Oberhand. Deshalb sollten Sie Ihr Immunsystem stärken, wenn Sie
  • unter chronischen Krankheiten leiden,
  • sich häufig erkälten,
  • sich oft müde und abgeschlagen fühlen,
  • wenig Obst und Gemüse zu sich nehmen,
  • sich wenig bewegen oder aber auch sehr viel Sport treiben,
  • wenig schlafen,
  • stark belastet oder gestresst sind,
  • viele Medikamente einnehmen müssen oder
  • sich oft mit vielen Personen in geschlossenen Räumen aufhalten.

↑ nach oben

Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Sie können Ihr Immunsystem stärken, indem Sie einige einfache Regeln beachten:
  • Trinken Sie ausreichend – etwa 1,5 bis 2 Liter am Tag. Am besten eignen sich Wasser, Tee oder Saftschorlen. Die Flüssigkeit hält Ihre Schleimhäute feucht und stärkt so die Abwehr.
  • Ernähren Sie sich gesund mit viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukten.
  • Sorgen Sie für ein gutes Raumklima. Sehr wichtig ist es, im Winter die Luftfeuchtigkeit in beheizten Räumen hoch zu halten. Bei 21 bis 22 Grad Celsius Raumtemperatur sollten es 40 bis 65 Prozent Luftfeuchtigkeit sein. Erreichen können Sie das, indem Sie ein flaches Gefäß mit Wasser in den Raum stellen oder feuchte Tücher aufhängen. Lüften Sie außerdem häufig, aber kurz und meiden Sie trockene und verrauchte Räume.
  • Heizen Sie Ihr Schlafzimmer nicht zu sehr. Die optimale Raumtemperatur liegt hier zwischen 16 und 18 Grad Celsius.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig an der frischen Luft. Auch das stärkt das Immunsystem.
  • Regelmäßige Wechselduschen regen den Kreislauf und das Immunsystem an. Gleiches gilt für saunieren mit anschließendem Kältebad.
  • Halten Sie Ihre Hände und Füße warm. Denn bei kalten Händen und Füßen verengen sich die Blutgefäße, auch in der Nasenschleimhaut. Das führt dazu, dass sie schlechter durchblutet werden und die lokale Abwehr geschwächt wird.
  • Vermeiden Sie Stress und sorgen Sie für Entspannung – etwa mit Entspannungsübungen.
  • Schlafen Sie ausreichend.
  • Trinken Sie nur wenig Alkohol und rauchen Sie nicht. Alkohol und Nikotin schwächen das Immunsystem. Der Tabakrauch sorgt auch dafür, dass die Bronchialschleimhaut anfälliger für Krankheitserreger wird.

↑ nach oben

Das Immunsystem mit Immunstimulanzien stärken

Sogenannte Immunstimulanzien sollen die körpereigene Abwehr kräftigen und somit einer Grippe vorbeugen. Sind bereits Grippesymptome aufgetreten, können die Mittel sie zum Teil abmildern. Bei den meisten Präparaten gibt es jedoch keinen wissenschaftlichen Nachweis für ihre Wirksamkeit. Manche pflanzliche Mittel können allerdings allergische Reaktionen verursachen.

Echinacea

Echinacea, umgangssprachlich Sonnenhut genannt, kann das Immunsystem stärken. Häufig wird deshalb empfohlen, Mittel mit Extrakten der Pflanze vorbeugend einzunehmen, wenn eine Grippewelle anrollt. Zudem soll die Einnahme auch Erkältungen, Atemwegsinfekten und Harnwegsinfekten vorbeugen können.

In den pflanzlichen Mitteln können verschiedene Arten des Sonnenhuts enthalten sein: Echinacea purpurea (Purpursonnenhut oder roter Sonnenhut), Echinacea augustifolia (schmalblättriger Sonnenhut) oder Echinacea pallida (blassfarbener Sonnenhut).

Je nachdem, welche der Arten verwendet wurde, setzen sich die Inhaltsstoffe unterschiedlich zusammen. Welche der Wirkstoffe eine Wirkung verursachen und welche Zusammensetzung am besten ist, ist jedoch noch unklar. Teilweise wird Echinacea auch mit anderen Heilpflanzen wie beispielswiese Lebensbaum und wildem Indigo kombiniert.

Die Einnahme von Naturheilmitteln mit Sonnenhut sollte auf acht Wochen beschränkt werden. Tropfen oder Säfte, die Echinacea enthalten, beinhalten meist auch Alkohol – in der Regel zwischen 22 und 67 Prozent. Bei Alkoholabhängigen oder Kindern sollten sie deshalb nicht eingesetzt werden. Für sie eignen sich alkoholfreie Presssäfte.

Mikrogele

Sogenannte Mikrogele werden nicht direkt aus Pflanzen hergestellt, basieren aber auf modifizierter Cellulose. Sie werden in die Nase gesprüht und sollen dort die Grippeviren bekämpfen, bevor sie sich vermehren können. Werden die Sprays rechtzeitig eingesetzt, sollen sie den Ausbruch der Grippe verhindern können beziehungsweise die Beschwerden lindern oder die Dauer der Erkrankung verkürzen. Bisher gibt es jedoch recht unterschiedliche Aussagen über den Erfolg dieser Behandlung.

Mikrobiologische Therapie

Bei der Mikrobiologischen Therapie werden Mittel eingesetzt, die lebende oder abgetötete Bakterien enthalten. Zur Stärkung des Immunsystems werden meist abgetötete Bakterien oder Bakterienextrakte verwendet, die keine Krankheiten mehr auslösen können. Die Bakterien sollen das Immunsystem anregen und so die Abwehrkräfte stärken.

Lebende Bakterien werden eingesetzt, wenn die Darmflora zu wenig Lactobazillen enthält. Mit der Mikrobiologischen Therapie sollen die Laktobazillen wieder vermehrt angesiedelt werden. Wichtig ist deshalb, dass bei dieser Behandlung Kapseln verwendet werden, die sich erst im Dünndarm auflösen. Denn das saure Milieu im Magen kann die Bakterien sonst abtöten. Meist müssen die Betroffenen auch geduldig sein, da sich Erfolge erst nach einigen Monaten einstellen.
↑ nach oben

Mit Vitaminen und Mineralstoffen das Immunsystem stärken

Auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe beeinflussen das Immunsystem. Wichtig ist hier vor allem, es nicht zu Mangelzuständen kommen zu lassen. Denn dann kann die körpereigene Abwehr nicht mehr richtig arbeiten.

Vitamin C

Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem. Wer unter einem Vitamin-C-Mangel leidet, ist müde und fühlt sich abgeschlagen. Die Schleimhäute können mit zu wenig Vitamin C nicht richtig arbeiten. Sie können deshalb Grippeviren, aber auch andere Krankheitserreger nur unzureichend abwehren. Außerdem schützt Vitamin C die Zellen des Körpers vor freien Radikalen, also Substanzen, die zellzerstörend wirken.

In der Regel reicht es aus, sich gesund zu ernähren, um genügend Vitamin C aufzunehmen. Besonders Vitamin-C-reich sind Zitrusfrüchte, Johannisbeeren, Blumenkohl, Broccoli und Paprika. Zusätzlich können Vitamin-C-Präparate helfen, das Immunsystem zu stärken. Beachten Sie jedoch: Bei der Einnahme von Vitamin C werden im Magen-Darm-Trakt vermehrt Eisen und Aluminium aufgenommen. Werden gleichzeitig Eisenpräparate oder Antazida, also Medikamente, die Magensäure binden und Aluminium enthalten, eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen kommen.

Zink

Zink spielt ebenfalls eine wichtige Roll für das Immunsystem. Ein Zinkmangel kann daher das Immunsystem schwächen – die Grippe kann leichter zuschlagen. Übrigens: Bei Menschen, die viel Kaffee trinken, ist ein Zinkmangel häufiger. Denn es wird angenommen, dass Kaffee einen Einfluss auf die Aufnahme von Zink aus der Nahrung hat.

Um den Zinkbedarf zu decken, eignen sich bestimmte Nahrungsmittel. Es ist in Haferflocken, Fleisch, Forelle oder frischem Thunfisch enthalten. Bei einem Zinkmangel können Brausetabletten oder Dragees mit Zink Abhilfe schaffen.

Beachten Sie: Zinkhaltige Mittel können mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Ein Beispiel sind Tetrazykline, bestimmte Antibiotika. Hier muss mindestens ein Einnahmeabstand von vier Stunden eingehalten werden. Im Beipackzettel finden Sie Informationen hierzu im Abschnitt Wechselwirkungen.
↑ nach oben

Homöopathie

Um einer Grippe vorzubeugen, wenden manche Menschen auch homöopathische Mittel an. Zum Einsatz kommen beispielsweise Echinacea oder Barium carbonicum.

Homöopathische Mittel haben in der Regel keine Nebenwirkungen. Auch Kinder können homöopathische Mittel einnehmen. Bei Säuglingen gibt es jedoch Anwendungsbeschränkungen, insbesondere dann, wenn die Mittel Alkohol enthalten. Allerdings fehlen weiterhin wissenschaftliche Nachweise über die Wirksamkeit der homöopathischen Mittel, die über einen Placeboeffekt hinausgehen.
↑ nach oben

Impfung in den Oberarm
© iStockphoto
Die Grippeimpfung wird vor allem für Risikogruppen empfohlen. Der Impfstoff gegen das jeweils aktuelle Virus wird jedes Jahr neu von der WHO bestimmt.
Familie beim Spaziergang
© iStockphoto
Tägliches Spaziergehen an der frischen Luft stärkt das Immunsystem – ebenso wie Sport, gesunde Ernährung und Wechselduschen.
Frau in der Sauna
© iStockphoto
Saunabesuche mit anschließendem Kältebad sind besonders effektiv zur Vorbeugung gegen Infekte. Denn die Schwitzkuren führen zu einer besseren Durchblutung und zum Anstieg von Immunzellen im Blut. Nicht geeignet sind sie für Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen, Herzleiden, Epilepsie und manchen anderen chronischen Krankheiten.
Echinacea (Sonnenhut)
© Shutterstock
Sonnenhut, auch bekannt als Echinacea, ist ein natürliches Immunstimulantium. Als Wirkstoff in Tropfen und Säften hilft es bei der Abwehr von Grippe-Infektionen.
Brausetablette im Wasserglas
© Shutterstock
Vitamin C stärkt das Immunsystem und schützt die Körperzellen vor zerstörenden Sauerstoffverbindungen. Wer wenig Obst und Gemüse isst, kann das Schutzvitamin als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver, Kapseln oder Brausetabletten (oben) einnehmen.